Die Sehenswürdigkeiten von La Gomera

La Gomera ist die zweitkleinste der insgesamt sieben Hauptinseln Spaniens, die zu den kanarischen Inseln gehören. Gelegen ist die Insel im Atlantischen Ozean. Die Insel „La Gomera“ liegt in einer Entfernung von etwa 1.300 Kilometer zum spanischen Festland. Die Entfernung zum afrikanischen Festland beträgt aber nur 300 Kilometer. Dies wirkt sich wesentlich auf das Klima der Insel aus. Die Insel hat insgesamt eine Fläche von rund 370 qkm und es leben 21.150 Einwohner auf der Insel, was wiederum 57,2 Einwohner pro qkm ausmacht.

La Gomera hat einen vulkanischen Ursprung und eine Geschichte von rund elf Millionen Jahren. Ein großer Teil der Oberfläche ist aus poröser Lava sowie Aschentuff gebildet. Der letzte Vulkanausbruch auf der Insel liegt aber bereits zwei Millionen Jahre zurück und es gibt nur noch einen Vulkankrater bei La Cantera.

Interessant ist die Vegetation auf der Insel, denn sie ist in unterschiedliche Vegetationszonen aufgeteilt, die sich unter anderem aus den deutlichen Höhenunterschieden auf La Gomera ergeben. Besonders reizvoll ist das Klima für Besucher und Kurzurlauber, die hier gerne überwintern, denn selbst von November bis März herrschen hier aufgrund der geographischen Nähe zu Afrika angenehm milde Temperaturen.

Der Nationalpark Garajonay

Der Nationalpark Garjonay wird in der spanischen Sprache als Parque Nacional de Garajonay bezeichnet und ist mittig auf der Insel La Gomera gelegen. Gegründet wurde der Park im Jahr 1981 und er hat Ausmaße von 3.984 Hektar, nimmt damit etwa 10 Prozent der gesamten Inselfläche ein. Aufgrund seines einzigartigen Ökosystems ist der Park im Jahr 1986 als Weltnaturerbe dem Schutz der UNESCO unterstellt worden. Ab dem Jahr 1988 wurde er auch zum Europäischen Vogelschutzgebiet.
Rund 85 Prozent der Fläche des Nationalparks sind von dem kanarischen Urwald bedeckt. Im Herzen wird der Nationalpark aus immergrünem sogenanntem Nebelwald gebildet. Hier wachsen Farne, die eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen und Bäume, von denen lange Bartflechten herab hängen. Dazu sind hier zahlreiche moosbewachsene knorrige Äste zu finden.

Das Zentralmassiv im Nationalpark, das eine Höhe von 1.500 Metern hat, hat auch eine Funktion als Wetterscheide auf der Insel. Auf der nördlichen Seite des Massivs ist das Klima feuchter, Richtung Süden wird es dagegen immer trockener. Die Passatwolken, die hier angestaut werden, sorgen dafür, dass an dieser Seite bis zu 30 Meter hohe Bäume wachsen, wie sie schon vor vielen Millionen Jahren im Mittelmeerraum gewachsen sind. Auch ein wirklich traumhafter Lorbeerwald, der in der spanischen Sprache als Laurisilva bezeichnet wird, wächst im Nationalpark von La Gomera.

Je höher man sich im Nationalpark Garajonay auf die Hänge steigt, desto niedriger ist der Waldwuchs. In höheren Lagen geht der Wald in drei bis maximal 10 Meter hohen Buschwald über. Hier befinden sich Baumheiden, endemische Gagelbäume, dazu die Montpellier-Zistrose und auch endemische Ginsterarten.

Museo Arqueologico de La Gomera

Das Museo Arqueologico de La Gomera wird auch als Archäologisches Museum von La Gomera bezeichnet. Hier finden die Besucher eine alte Kultur von Gummibäumen. Das Museum führt den Besucher von der Gegenwart in die Vergangenheit, hat damit hohen archäologischen Wert. Das Museum stellt zudem dar, wie die ersten Siedler sich auf der Insel manifestiert haben, welche Lebensweise sie hatten und es stellt auch sehr bildhaft dar, wie diese Bewohner die natürlichen Ressourcen der Insel genutzt haben. Auch religiöse Praktiken der ersten Bewohner sowie deren Symbolik werden dem Besucher hier näher gebracht.

Faro de San Cristobal

Der Faro de San Cristobal befindet sich in östlicher Ausrichtung auf La Gomera, direkt am Ende der Calle Carretaera al Faro. Hierbei handelt es sich um eine kleine Landspitze, auf der sich ein Leuchtturm befindet und der den östlichsten Punkt der Insel La Gomera darstellt.
Die Landschaft hinter dem Leuchtturm ist besonders reizvoll und deshalb gehört ein Besuch fast schon zum Pflichtprogramm, wenn ein Urlaub auf La Gomera ansteht. Gelegen ist Faro de San Cristobal in der Gemeinde San Sebastián de La Gomera. Der Bau des Leuchtturms begann im Jahr 1900 und wurde letztlich im Jahr 1903 abgeschlossen. Im Jahr 1978 wurde dann der zweite Leuchtturm hier erreichtet, der eine Höhe von 15 Metern hat und der jeweils zwei weiße Lichtblitze alle zehn Sekunden absetzt und dabei für Seefahrer eine Reichweite von 21 nautischen Meilen aufweist.

Der erste Leuchtturm auf dieser Landspitze wurde sogar von König Alfonso XIII besucht, dem allerdings das Erklimmen des Leuchtturms aufgrund der Witterungsbedingungen versagt blieb. Zerstört wurde der erste Leuchtturm letztlich durch einen Sturm, so dass er neu errichtet werden musste.

Der Ausblick von hier über die Insel ist spektakulär.